|
Ausführungen zur Reduzierung der Öffnungszeiten ab April 2012 Das Kinderhaus Regenbogen orientiert sich seit über zwanzig Jahren an den Lebenssituationen von Familien und erfüllt somit die geforderte Lebensweltorientierung des 8.Jugendberichts der Bundesregierung (1990) und den gesetzlichen Auftrag aus dem Kinder- und Jugendhilfegesetz - „Einrichtungen und Dienste sollen so geplant werden, dass insbesondere Mütter und Väter Aufgaben in der Familie und Erwerbstätigkeit besser miteinander vereinbaren können.“
Am 21. November 2005 erhielt das Kinderhaus Regenbogen den ersten Stuttgarter Innovationspreis für Kindertagesstätten. Die Stadt Stuttgart würdigte damit bewusst einen Leuchtturm, der durch seine deutlich erweiterten Öffnungszeiten, eine flexible Betreuung und die geringe Anzahl von Schließtagen weit über Stuttgart hinaus strahlte und große Beachtung fand. Zahlreiche Veröffentlichungen namhafter Forschungsinstitute und Untersuchungen belegen dies. Jahre später sind die gelobten und zur Nachahmung empfohlenen „nachfrageorientierten Öffnungszeiten“ des Kinderhauses Regenbogen wichtiger denn je. Viele berufstätige Eltern sind aufgrund der immer weitergehenden Flexibilisierung der Berufswelt noch mehr auf eine Kindertagesstätte angewiesen, die ihnen keinen starren Abholtermine vorschreibt, sondern auf die jeweiligen, teilweise sogar täglich anders aussehenden Bedürfnisse eingeht. Den Kindern bleibt so ein für sie oft anstrengender und belastender weiterer Ortswechsel mit einer anderen Betreuung erspart.
Die Beibehaltung des bisherigen Angebots erfordert nach Vorgaben des Landesgesetzes einen entsprechenden Personalschlüssel. Dieser wird aber durch die Stadt Stuttgart nicht gefördert, da die Förderrichtlinien eine Deckelung der Angebote (maximal 10 Stunden täglich bei 23 Schließtagen) vorsieht.
Die Finanzierung der „überzähligen“ notwendigen Stellen ist aber der Katholischen Kirchengemeinde St.Elisabeth nicht möglich, womit eine Reduzierung unseres Angebots unumgänglich ist. Wir bedauern diesen Schritt sehr, da er keinesfalls unserem Selbstverständnis und des uns gestellten Auftrags entspricht.
Und nochmals ein Blick zurück in das Jahr 2005, in dem wir vom Kuratorium Kinderfreundliches Stuttgart aus den Händen von OB Dr. Wolfgang Schuster einen der Hauptpreise erhielten. Ausgezeichnet wurden Einrichtungen, die Eltern und ihren Kindern unterschiedliche Zeitmodelle anbieten.
„Wir wollen die kinderfreundlichste Großstadt in Deutschland werden“, sagte Oberbürgermeister Schuster bei der Preisverleihung. „Auch wenn die demografische Situation in Stuttgart noch besser als in anderen Städten aussieht, müssen auch wir uns darauf einstellen, dass in Zukunft der Wettbewerb um gut ausgebildete, leistungsfähige junge Menschen noch stärker wird“, so Schuster weiter. Der Großraum Stuttgart müsse sich als eine der exportstärksten High-Tech-Regionen in Europa in besonderer Weise diesem Wettbewerb stellen, um zukunftsfähig zu bleiben. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sehe er als eine seiner wichtigsten Aufgaben an. (aus der damaligen Pressemitteilung der Landeshauptstadt Stuttgart)
Leider müssen wir immer wieder erleben, dass solche Worte sicherlich ernst gemeint sind, aber letztlich in der konkreten Umsetzung scheitern und es Verwaltungen nicht schaffen, die politischen Vorgaben in Richtlinien, in diesem Fall Förderrichtlinien, umzusetzen.
|
|
Herzlich Willommen
Seit 01.09.2011 sind unsere beiden Anerkennungspraktikantinnen Lisa Hoch und Carolin Winker im Einsatz.
Wir wünschen beiden ein interessantes und erfolgreiches Jahr und sind natürlich fest überzeugt, dass sie im nächten Jahr ihre Ausbildung erfolgreich abschließen werden und ihre staatliche Anerkennung erhalten.
Viel Erfolg und vor allem viel Durchhaltevermögen wünschen wir Ramona Duhovic, die seit September berufsbegleitend eine Weiterbildung zur Erzieherin absolviert. Wir hoffen, dass sie trotz Doppelbelastung die Herausforderungen bewältigt und viel Neues und Spannendes erfährt.
|
|
|
An dieser Stelle passt es auch, dass wir auf den Fachkräftemangel hinweisen. Es wird zunehmend wichtiger, dass wir uns aktiv an Ausbildungen beteiligen und eigene Fachkräfte weiterqualifizieren.
Schon seit drei Jahren haben wir erhebliche Probleme, freie Stelle wieder zu besetzen. So haben wir aktuell wieder offene Stellen und gehen davon aus, dass dies in den nächsten Jahren auch so bleiben wird. Zwangsläufig werden wir in unserem Angebot des Kinderhauses immer mal wieder etwas streichen müssen oder es kommt zu Einschränkungen. Selbstverständlich versuchen wir dies zu verhindern, aber die Situation entwickelt sich insgesamt dramatisch.
|
|
|
Noch ein paar Worte zu den aktuellen Entwicklungen im Breich der Kindertagesstätten.
Das Bemühen der Stadt Stuttgart weitere Kita-Plätze zu schaffen ist sichtbar und kein einfaches Unterfangen. Der Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz macht diese Bemühungen natürlich unumgänglich.
Mit Sorge sehe ich jedoch, dass es vor allem um den zahlenmäßigen Ausbau geht. Eltern benötigen jedoch bedarfsgerechte Angebote, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen. Diese Notwendigkeit wird weiterhin vernachlässigt - anders ist es nicht zu bewerten, wenn die städtische Verwaltung in ihrer Vorlage (Förderrichtlinien für Freie Träger) an den Gemeinderat die Ganztagsbetreuung mit 8 Stunden definiert und deckelt.
Konsequent umgesetzt bedeutet dies für Regenbogen eine neue Öffnungszeit von 08:00 Uhr bis 16:00 Uhr. Natürlich darf ich nicht verschweigen, dass es per Sonderantrag die Möglichkeit gibt, für eine bestimmte Anzahl von Plätzen eine Ausnahme zu beantragen. Tja, da freut sich die Bürokratie und der Kern des Problems wurde dennoch nicht verstanden
19.09.2011
|
|