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Bildungsauftrag und Pädagogische Prinzipien
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Als Tageseinrichtung für Kinder haben wir einen eigenständigen Bildungsauftrag. Hierbei geht es um die Unterstützung des kindlichen Lernens und der kindlichen Neugier.
In einer als Prozess verstandenen Bildung heißt das:
- Kinder lernen sich selbst kennen: ihren Körper und ihre sich wandelnden Fähigkeiten
- Kinder erschließen sich die Welt: Natur, Kultur und Alltag.
- Kinder betätigen ihren Geist, alle Sinne und entwickeln Gefühle zu Menschen, Dingen und Informationen.
- Kinder lernen voneinander und miteinander
- Kinder eignen sich über das Spiel Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten an.
- Kinder üben, wiederholen und erproben spielerisch ihr Wissen, ihr Können und ihre Erkenntnisse, festigen sie und lernen, sie einzusetzen.
- Kinder können sich individuell entfalten: sie entwickeln Neigungen und Interessen.
oder nach Piaget:
„Das Kind entwickelt seinen Geist in aktiver Auseinandersetzung mit seiner Umwelt. Das Kind ist ein Wesen, das aktiv nach Erkenntnis strebt.“
Forschen und Lernen soll Kindern Halt und Orientierung in der Welt ermöglichen. „Übung macht den Meister.“, sagt ein Sprichwort und weist auf den Wunsch von Menschen hin, Erfahrenes immer wieder zu aktivieren, um variabel darüber verfügen zu können.
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Das heißt für uns:
Anreiz und Aufarbeitung schafft Bildung, also: Forschen und Festigen des Erfahrenen, Suchen und Sammeln, Erfahren und Ausdrücken, Erleben und Wiedergeben, Experimentieren und Einordnen, Kennenlernen und Üben.
Im Unterschied zur Schule können wir dabei mehr dem Eigenrhythmus von Kindern folgen und die gegenseitige Anregung von Kindern verschiedenen Entwicklungsstandes nutzen.
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Für uns Erwachsene im Kinderhaus Regenbogen stellt die Umsetzung unseres Bildungsauftrages also ganz unterschiedliche Anforderungen:
- die Herstellung eines bewußt gestalteten Rahmens für beiläufiges Lernen
- direkte Anleitung und Unterstützung bei der Erweiterung kindlicher Kompetenzen
- Anleitung, Förderung und Forderung bei spezifischem Lernbedarf
Kurz gesagt:
Anregung, Anleitung, Aufarbeitungshilfe für Eindrücke, Fragen und Gefühle von Kindern.
Eine besondere Herausforderung für die pädagogische Planung im Kinderhaus Regenbogen besteht dabei darin, daß wir es zu tun haben mit
- Kindern in einem Altersabstand von bis zu zehn Jahren,
- Kindern mit unterschiedlicher täglicher Aufenthaltsdauer zu unterschiedlichen Zeiten,
- Kindern aus verschiedenen Kulturen und Lebenswelten,
- Kindern mit unterschiedlichem Förderbedarf,
- Jungen und Mädchen.
Wir wollen Kinder an Prozessen und Entscheidungen beteiligen.
Wir wollen sie befähigen, Situationen, die sie gern gestalten möchten anzugehen und Fähigkeiten und Fertigkeiten, die sie dazu brauchen, zu entwickeln.
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Kinder bilden heißt also auch, täglich neu herauszufinden, worum es geht:
- Atem und Ausdauer zu unterstützen, Vorhaben zu realisieren
- Kinder an Anforderungen heranzuführen
- gemeinsam Hürden zu überwinden
- gemeinsam mit Kindern ihren Wissensdurst stillen
- das Potential von Kindern zu erkennen und ihnen ihre Möglichkeiten bewußt machen
- Kinder unterstützen, ihre Grenzen hinauszuschieben
- Erfahrungen mit Kindern vertiefen und Fähigkeiten verstärken.
Sowohl Alltagssituationen - auf Bildungsmöglichkeiten hin reflektiert - sind wichtig für die Kompetenzentwicklung der Kinder als auch spezielle Angebote für homogene Gruppen.
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Bildung ist für uns also vor allem ein gemeinsamer Weg von Kindern und Erzieherinnen, in dem beide Seiten lernen.
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